Portrait

Geografische Situation

Ortsplan (PDF, 924KB)

Neuenkirch liegt am südlichen Ende des Sempachersees. Mit 26,27 Quadratkilometern ist sie die zweitgrösste Gemeinde im Amt Sursee. Sie erstreckt sich quer durch das ganze Tal; der nördlichste Punkt liegt beim Schlachtfeld oberhalb Sempach, der südlichste am Rotbach bei Hellbühl. Der höchste Punkt ist Windblosen (am Ruswilerberg; 757 m), der tiefste Punkt liegt am Sempachersee (504 m).

Die Gemeinde gliedert sich in die drei Ortsteile Neuenkirch, Hellbühl und Sempach Station. Diese sind geografisch getrennt und haben jeweils eigenständige Dorfstrukturen. Von der Gesamtbevölkerung von rund 5500 Einwohnern entfallen etwa 3600 auf das Dorf Neuenkirch, 800 auf Hellbühl und 1100 auf Sempach Station.



Aus der Schulgeschichte

Erstmals wird im Jahre 1632 ein Schulmeister im Jahrzeitbuch von Neuenkirch erwähnt. Vorerst waren es vor allem Kapläne, Sakristane oder Organisten, die in ihren Pfrundhäusern Unterricht erteilten. Der Schulbesuch war mangelhaft, da keine Schulpflicht bestand.
1835 zählte die Schule in Neuenkirch über 180 Schüler (1 Abteilung!), die alterniert unterrichtet werden mussten. Ein Jahr später erfolgte die Teilung; die Unterstufe zählte nun 96 und die Oberstufe 81 Schüler!
1841 wurde das erste Schulhaus (Kirchmatte) erbaut. Das Gebäude kostete 20'131.95 Franken.
Schulhaus Kirchmatte

Im Sommer 2001 wurde das Schulhaus abgerissen, es musste einem nicht schulischen Neubau weichen.

Die Beschaffung von Schulraum wurde für die wachsende Gemeinde zum Dauerproblem. 1949 entstand in den Räumen einer ehemaligen Zigarrenfabrik das Schulhaus Klösterli; 1954 konnten, dank einer grosszügigen Spende, eine Turnhalle und ein Kindergarten am Gärtnerweg errichtet werden.
1963 wurde das Schulhaus Oberdorf (heute Sonneweid 1) und 1978 das Schulzentrum Sonneweid 2 bezogen, welches bereits 1985 wieder erweitert wurde. 1996 konnte das neue Primarschulhaus Grünau in Betrieb genommen werden, dessen 2. Etappe (mit 9 Schulzimmern) im Sommer 2000 belegt wurde

Im 2002 konnten die neuen Räumlichkeiten für die Hauswirtschaft (2. Küche, Theorieraum, Pergola) erstellt werden.

In Hellbühl wurden die Kinder zu Beginn des 19. Jahrhunderts auf privater Basis unterrichtet, die obligatorische Schulpflicht galt erst ab 1808. Der Krämer lehrte an dieser Schule, die keine Klasseneinteilung kannte, die Schüler nach ihren Fähigkeiten, Bedürfnissen und Wünschen.
1910 wurde das neue Schulhaus Hellbühl der Schule übergeben. Das im Untergeschoss untergebrachte Turnlokal vermochte aber nicht zu genügen. Erst 1970 ging der lang ersehnte Wunsch nach einer Turnhalle und einem Kindergarten in Erfüllung.

Die Schüler von Sempach Station waren der Schulgemeinde Sempach zugeteilt. Im Zuge der industriellen Entwicklung stieg die Bevölkerungszahl.

1970 konnte die neue Schulanlage mit Turnhalle und Kindergarten in Betrieb genommen werden. Sie beherbergte gleichzeitig die regionalen Kleinklassen und (bis zur Eröffnung des Oberstufenzentrums in Neuenkirch 1978) Sekundar- und Realschüler aus Hellbühl und Sempach Station. 1998 konnte der Erweiterungsbau (mit einem Mehrzwecksaal) bezogen werden.

Entwicklung von Bevölkerungs- und Schülerzahlen


Schulbauten

1841NeuenkirchKirchmatte (erstes Dorfschulhaus)
1910HellbühlDorfschulhaus
1949NeuenkirchKlösterli (Umnutzung Fabrikgebäude)
1954NeuenkirchGärtnerweg: Turnhalle und Kindergarten
1963NeuenkirchSchulhaus Oberdorf (heute Sonneweid 1)
1970Sempach StationSchulhaus, Kindergarten und Turnhalle
 HellbühlTurnhalle, Kindergarten
1975NeuenkirchErrichtung 2. Kindergarten
1978NeuenkirchSonneweid 2 (ORST-Zentrum), Schulhaus, Turnhalle
1985NeuenkirchSonneweid 2: Erweiterungsbau
1988NeuenkirchGärtnerweg: Sanierung, Räume für Musikschule
1989 NeuenkirchLippenrüti: 3. Kindergarten
1991NeuenkirchSonneweid 1: Sanierung und Umbau
1992HellbühlSanierung und „sanfte“ Erweiterung
1996NeuenkirchSchulhaus Grünau (Primarschule)
 NeuenkirchUmbau Sonneweid 1 in „Werkzentrum“
1997NeuenkirchKirchmatte: Errichtung 4. Kindergarten
1998Sempach StationErweiterungsbau mit Mehrzwecksaal
2000NeuenkirchSchulhaus Grünau: Erweiterungsbau
2002NeuenkirchSonneweid 1: Anbau Hauswirtschaftsräume
2005NeuenkirchDreifachsporthalle Grünau
2008HellbühlDachsanierung Turnhalle Rotbach
   

Schulleitung

Die drei Ortsteile legten stets grossen Wert auf eine autonome Führung ihrer Schulen. Unter Anleitung der Schulpflege wurden die Aufgaben vor Ort von den Obmännern/-frauen (Vertreter/innen der Lehrerschaft) wahrgenommen.
Mit der Eröffnung des Oberstufenzentrums in Neuenkirch wurde 1978 auch ein Rektorat geschaffen, das fortan die Leitung des Schulkreises Neuenkirch inne hatte. 1984 wurde diesem auch die Leitung der Schulkreise Hellbühl und Sempach Station unterstellt, wobei die Detailfragen vor Ort von den Teams nach wie vor selbstständig geregelt werden. Die Reformen im Rahmen des Projektes "Schulen mit Profil" führten auch in Neuenkirch zur Erarbeitung eines neuen Modells für die Schulleitung.

Nach rund eineinhalb Jahren Kommissionsarbeit lag das neue Modell vor und wurde von Schulpflege und Gemeinderat gutgeheissen.
Im Schuljahr 1998/99 hatten die drei künftigen Mitglieder der Schulleitung die Möglichkeit, den Start mit der neuen Organisationsstruktur vorzubereiten. Dieser erfolgte mit Beginn des Schuljahres 1999/2000.
Nach einer Evaluationsphase wurde das Modell leicht überarbeitet. Ab Schuljahr 2003/2004 verteilen sich die Aufgaben auf vier Schulleitungsmitglieder.

 

2007/2008 wurde das Schulleitungsmodell von der Schulpflege überarbeitet und umgestaltet. Ab Schuljahr 2009/2010 wird das Modell zweistufig. Die Schulleitung besteht aus einem Rektor und 3 Schulleiter/-innen.